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Neuer Betriebskostenspiegel für Brandenburg

Nachdem der Deutsche Mieterbund (DMB) am Montag in Berlin den jährlich
erscheinenden Betriebskostenspiegel für Deutschland vorgestellt hat (siehe auch
Mieterbund.de), wird hiermit der Betriebskostenspiegel für das Land Brandenburg durch
den brandenburgischen DMB-Landesverband herausgegeben.
Diesem Transparensinstrument liegen rund 550.000 Quadratmeter untersuchter
Mietwohnungsfläche zugrunde. Die Wohnungsmieter im Land Brandenburg zahlten
danach für das Abrechnungsjahr 2016 durchschnittlich 2,23 €/qm und Monat an
Betriebskosten. Für eine Wohnung von 80 qm sind das 178,40 € monatlich und
2.140,80 € je Jahr. Dies ist ein Betrag der über dem Durchschnittspreis für Deutschland
liegt, denn der liegt bei lediglich 2,19 €/qm im Monat. Wird für Brandenburg unterstellt,
dass in Einzelfällen alle rechtlich möglichen BetrKost-Arten anfallen, würden für diese
Wohnungen gar 2,72 €/qm im Monat durchschnittlich anfallen und die festgestellte
Spanne liegt hier zwischen 2,20 und 3,47 €/qm.
Insbesondere die Heiz- und Warmwasserkosten sowie die Wasser- und Abwasserkosten
sind in Brandenburg deutlich höher als im Bundesdurchschnitt und höher als im
Durchschnitt der Bundesländer Ost. Aber auch im Flächenland Brandenburg bestehen
zum Teil erhebliche Unterschiede bei diesen Kostenarten, welche ganz wesentlich die
Gesamthöhe der Betriebskosten bestimmen. Dies wird schon dadurch erklärbar, dass
bei Fernwärme in Wittstock z.B. lediglich etwas über 50 €/MWh und in Frankfurt(Oder)
rund das Dreifache dessen zu zahlen ist. Die Mehrzahl der Fernwärmeversorger liegt um
die 100 €/MWh. Soweit einige Energieversorger sowie Wasserver- und
Abwasserentsorger bereits für 2017/18 weitere Preiserhöhungen vorgenommen und für
2019 angekündigt haben, ist einerseits mit einer weiteren Erhöhung der Betriebskosten
im Lande und andererseits einer Vergrößerung der Unterschiede zwischen den Städten
und Gemeinden zu rechnen.
Als Interessenverband der MieterInnen treten wir -
übrigens zum Teil gemeinsam mit Vermieterverbänden - entschieden gegen diese
Entwicklung an. Immerhin handelt es sich meist um Kommunen bzw. kommunale
Eigenbetriebe und Zweckverbände, welche für diese Kostenentwicklung in der
Verantwortung stehen.